Ethik und Leitbild:
Zweck des Friedensforschungsinstituts ist es, auf interdisziplinärer Ebene politische und gesellschaftliche Konflikte zu erforschen und dementsprechende Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln, um eine gesellschaftliche Transformation zu erreichen. Dies geschieht im Sinne einer wissenschaftlichen Politikberatung (Konflikt-Management) und in Form von öffentlichen Publikationen und Vorträgen. VIPR ist eine finanziell und parteipolitisch unabhängige Arbeitsgruppe (Crowdfunding), welche einen Teil zum Weltfrieden beitragen möchte und sich somit mit folgenden Themen und Problemen auseinandersetzt:

  • Völker- und Menschenrechte;
  • Friedensforschung;
  • Ächtung von Massenvernichtungswaffen;
  • Weltweite Abrüstung;
  • Ausbeutung;
  • Naturschutz;
  • Diskriminierung;
  • Sexismus;
  • Gender Studies (Geschlechterforschung)
  • Feminismus
  • Post-Koloniale Studien
  • Industrielle Massentierhaltung;
  • Drogenpolitik;
  • Geld- und Bankensystem;
  • Staatstheorien;
  • Ideologiekritik;
  • Medienanalyse;
  • Geschichtsforschung.

Projekte:

  • Veranstaltung von öffentliche Vorlesungen, Debatten und Seminaren;
  • Veröffentlichung von wissenschaftlichen und journalistischen Publikationen, als auch von Videopublikationen;
  • Planung und Gestaltung eines „Öko-Dorfes“ mit einer genossenschaftlichen Währung;
  • Förderung von kritischen Denken, ausgedrückt im kulturellen Medium (Musik, Theater, Film und Kunst).
  • Workshops
  • Lesungen

Manifest:
Dort wo es Macht gibt, ist auch der Konflikt vorprogrammiert, zumindest in den meisten Fällen – doch was ist die Macht? Macht ist ein zwischenmenschliches Verhältnis, welches überall zu finden ist wo es auch eine Gesellschaft gibt. Macht hat die dispositionelle Eigenschaft, auf das Verhalten und Denken einzelner Personen, soziale Gruppen oder ganzer Staaten Einfluss zu nehmen. Die dispositionellen Phänomene der Macht basieren meist auf Gewalt, entweder direkt – (Staats-, und Militärgewalt bzw. häusliche Gewalt…) oder indirekt – wobei hier zwischen einer „strukturellen“ und „kulturellen“ Gewalt unterschieden werden kann. Die strukturelle Gewalt kann mit folgenden Begriffen näher erläutert werden: Diskriminierung; Sexismus; ungleiche Einkommensverteilung; Manipulation, Propaganda und psychologische Kriegsführung. Hingegen kann die kulturelle Gewalt mit folgenden Begriffen besser verstanden werden: Ideologie des „auserwählten Volkes“ oder „Herrenvolkes“ (Galtung, 1973). Ziel aller Formen der Macht und der Gewaltanwendung, ist die Konditionierung der sozialen Verhältnisse (Wohlstandsverteilung…), bzw. die Disziplinierung der einzelnen Personen (Strafanstalten, Schuleinrichtungen, psychiatrische Kliniken…) – (Foucault, 2005). Die Gouvernementalität, also die neuzeitliche (neoliberale) Regierungsform, gebildet aus den Institutionen, den Verfahren, den Berechnungen und Taktiken, übt die Macht auf komplexer Art und Weise aus und hat als Hauptzielscheibe die Bevölkerung, hat des weiteren als Hauptwissensform die politische Ökonomie und als wesentliches technisches Instrument die Sicherheitsdispositive. Mit Sicherheitsdispositive meint Foucault, die Überzeugung der Personen, an die vorentschiedenen Rahmenbedingungen der Diskurse und sozialen Interaktionen – darunter fallen die Begriffe: Gesetze, wissenschaftliche Aussagen, moralische Lehrsätze (Foucault, 1978). Leichter gesagt: Mit Gouvernementalität meint Foucault die komplexe Gesamtheit der Praktiken, mittels derer man das Verhalten der Menschen steuert (Prof. Walter Reese-Schäfer 2012: 183). Gegen diese Struktur der Macht hegt das VIPR-Institut einen kritischen Blick. Man darf hierbei nicht den Fehler begehen, wie Nietzsche es tat und mit dem Begriff der Macht „sympathisieren“, also von einem angeborenen „Willen zur Macht“ (Nietzsche, 2014) reden, denn hier liegt ein schwerer begrifflicher Irrtum vor. Es müsste heißen: „der Wille zum Können“, (oder wenn man Michel Foucault periphrasieren möchte: „der Wille zum Wissen“) – (Foucault, 1986). In vielen Sprachen gibt es diesbezüglich eine Konfusion: auf Latein, könnte man für beide Begriffe „potentia“ sagen; auch im englischen wird im alltäglichen Gebrauch nicht differenziert, weil „power“ für beide Begriffe verwendet werden kann. Hingegen im deutschsprachigen Raum wird zwischen „Macht“ und „Können“ strikt unterschieden, genauso wie im bulgarischen zwischen „Власт“ (Macht) und „Мощ“ (Können) unterschieden wird. Können ist die positive Kehrseite der Macht, weil es den Fortschritt (kultureller, wirtschaftlicher und technischer), genauso wie den moralischen Progress, in sich birgt, ohne dabei auf ein „Null-Summen-Spiel“ hinauszulaufen, wie es bei der Macht oftmals der Fall ist. Mit anderen Worten: „Können“ beeinträchtigt die Startmöglichkeiten bzw. Lebenskonditionen der anderen Menschen nicht – hingegen die Macht schon, wie wir es deutlich, in fast allen Gesellschaften sehen. Mit einem analogen Beispiel kann man diese Trennlinie vielleicht besser verstehen: Wie Bakunin unterscheidet auch Erich Fromm zwischen rationaler und irrationaler Autorität. Rationale Autorität hat ihre Wurzeln im Können; sie erfordert ständige, genaue Überprüfung und Kritik und sie gilt immer nur für eine bestimme Zeit. Sie basiert auf der Gleichberechtigung von Autoritätsperson und Untergebenem, welche sich beide nur im Ausmaß der Kenntnisse oder des Könnens auf einem bestimmten Gebiet unterscheiden. Die Wurzel der irrationalen Autorität dagegen liegt immer in der Macht über Menschen (Fromm, 1947: 9).

Dementsprechend ist das klar definierte Ziel, die weltweite Förderung des Friedens auf allen gesellschaftlichen Ebenen, wobei man die Macht (Null-Summen Spiel und Konkurrenz) mit dem Können (Kooperation und Win-Win Beziehungen) ersetzt. In diesem Sinne liegt dem VIPR viel am Mutualismus, weil die Kooperation die Basis der menschlichen Geschichte und Entwicklung darstellt (Vgl. Prof. Harold Barclay, 1985: 7-20).

Das Institut selber, sollte als ein Ort des gemeinsamen Lernens angesehen werden – ähnlich nach dem Motto der Zapatista in Mexiko: „fragend gehen wir“ (Holloway, 2013). In diesem Ort, gibt es keinen Platz für Demagogen und Dogmatiker!

Jede Publikation und Information, welche im Namen des Instituts veröffentlicht wird, steht jedem frei und kostenlos zur Verfügung. Unabhängig von der sozialen Stellung, kann jeder auf unsere Informationen zugreifen. Genauso ist das VIPR-Institut offen für Kritik und freut sich über jede kritische Email.

Hauptforschungsfelder:
Damit jedoch Frieden herrscht, muss man vorher alle Ungerechtigkeiten aus dem Weg räumen. Denn wer Frieden ohne Gerechtigkeit schafft, bereitet nur den nächsten Krieg vor. Im Klartext sind wir bemüht…

  • …das repräsentative Wahlsystem, mit der „radikalen Demokratie“ zu ersetzen. Die Einbeziehung aller vom Regierungssystem beeinflussten Personen, müssen im öffentlichen Diskurs aktiv und direkt teilnehmen können. Nach dem Prinzip der Subsidiarität, werden Handlungen, Aufgaben und Problemlösungen, nach gewissen Prioritäten eingestuft und erst dann delegiert. Einige ordnungspolitischen Konzepte dieses Subsidiaritätsprinzips lassen sich auch in der Europäischen Union, im Föderalstaat Deutschland oder in der Schweizer Eidgenossenschaft finden. Das Konzept der Direkten Aktion und des Zivilen Ungehorsams soll als Teil der demokratischen Kultur weiterentwickelt werden und nicht wie im Faschismus verstummen. Das Prinzip der Inklusion steht hierbei im Vordergrund, also weder der „Integration“ noch der „Segregration“. Demokratie solle als lebendiger und dynamischer Prozess verstanden werden, wobei Kritik und Konflikt dessen Antriebsmotor darstellen. Weder mit „Bürgerkrieg“ noch mit dem liberalen Konzept des „Konsens“ sollte der zwischenmenschliche Konflikt still gestellt werden (Prof. Robin Celikates). Wir halten fest: Der Weg zur basis-demokratischen Solidar-Gesellschaft geht nur über dem Prinzip der Inklusion.
  • das derzeitige Geldsystem zu transformieren: Im Klartext heißt dies, den Zirkelschluss, also die vorprogrammierte Ausbeutung und die illegalen Kredit-Geld-Schöpfungen zu beseitigen. „Der Steuerzahler bürgt für die Deckung des Geldes – und da die Steuern wieder mit Geld bezahlt, werden, welches sie eigentlich decken sollten, könnte man sagen, dass das Geld sich selbst deckt“ – Prof. Franz Hörmann (Hörmann, 2013). Mit nur 2% des Geldes als Mindestreserve (bei den Zentralbanken), deckt sich das Geld praktisch selbst, und Geld wird förmlich aus dem „Nichts“ (Fiat-Money) geschaffen. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass das Geldschöpfungs-Privileg der Banken im geltenden Recht keine Legitimität hat – so der Strafrechtsprofessor Michael Köhler (2015). In der EU (Art. 123 Abs.1 der AEUV) ist der Staat verpflichtet keine „eigenes“ Geld auszugeben. Dieses Verbot, soll dazu führen, dass keine neuen Zahlungsmittel entstehen, damit die Währungspolitik stabil bleibt. Doch bei einem genauen juristischen Blick, sieht man, dass bei der Ausgabe von Staatsanleihen auf den Sekundärmarkt, mit welchen die Banken danach handeln, neue Formen der Liquidität entstehen– so die Kritik der Juristen Christoph Mensching (2013). Ein letzter Kritikpunkt des Geldes ist die Kredit-Geld-Schöpfung: Ein Kredit ist aus rechtlicher Sicht „die zeitweise Überlassung von eigenen Mitteln zur wirtschaftlichen Verwertung, doch dies setzt zunächst die Existenz dieser „Mitteln“ (offensichtlich Geldvermögen) sowie das beim Kreditgeber liegende Eigentum daran voraus (arg. „eigenen Mitteln“). Tatsächlich erfolgt bei der Kreditvergabe von Geschäftsbanken, jedoch keine Verleihe von Geld (i.S. von gesetzlichen Zahlungsmitteln als Bargeld), sondern lediglich der Eintrag der entsprechenden Zahl auf beiden Seiten der Bankbilanz! – also am römischen Recht und am Satz des Ulpian „Aliud est credere, aliud deponere“ ist nicht vorbeizukommen und somit liegt ein offensichtliches Vermögensdelikt vor! (Prof. Franz Hörmann, Jurist Micheal Köhler). Des Weiteren ist das Zinseszins-System zu kritisieren, weil es früher oder später kein reales Äquivalent mehr findet (unendliches Wachstum aufgrund der Potenzierung) – und zwangsläufig in der Kombination mit der Kredit-Geld-Schöpfung, zu einer zwangsläufigen Enteignung aller „Nicht-Banken“ kommt.
  • die Legitimität des Staates in einer kritischen Perspektive zu betrachten: Da man aus dieser „Staaten-Gesellschaft“, realistisch betrachtet nicht aussteigen kann, muss das Konzept des Staates und die Legitimation der Staatsgewalt hinterfragt werden, da wir scheinbar in diesem Rahmen eingesperrt zu sein scheinen. Die Politikwissenschaft erklärt, dass der Staat, eine Art Gesellschaftsvertrag ist (Kontraktualismus), weil der Mensch von Grund auf egoistisch ist (Hobbes, Locke…) – doch diese pessimistische Anthropologie ist a) veraltet und b) schlicht und ergreifend empirisch nicht beweisbar. Und selbst wenn es stimmen sollte, dass der Mensch von Grund auf „böse“ ist, worin besteht dann die Logik einer kleineren Gruppe von Menschen noch mehr Macht zu erteilen, in dem man ihnen auch noch das Staatswesen in die Hand drückt? Sollte es nicht umgekehrt dann besser funktionieren, wenn die Macht verteilt wird? Bezgl. des Gesellschaftsvertrags: Wenn die Menschen sich freiwillig „dem Staat unterwarfen, im Namen der Sicherheit“ (Hobbes, 1986), können sie sich ja auch freiwillig wieder aus dieser Unterwerfung befreien – und zwar im Namen der Freiheit! Hierbei hilft ein Blick in die Arbeiten des Anthropologen Prof. David Gräber, damit man ein besseres Verständnis bekommt, bezüglich der Genealogie des Staates (Gräber, 2012). Des Weiteren wird die Macht der Gouvernementalität, wie schon eingangs beschrieben wurde, kritisiert. Hier eine ausführlichere Kritik am Staatswesen.
  • die Herrschaft der Oligarchie zu unterbinden: Die wirtschaftliche Macht, als auch die politische und militärische Macht hat sich seit dem Ersten Weltkrieg stark in Händen von Wenigen konzentriert (Mills, 2000) und ist somit das Kernproblem in Sachen Ungerechtigkeit. Wie die Regierungsform der Oligarchie, den demokratischen Entscheidungsprozess maßgeblich manipuliert, sieht man in der Studie vom Princeton Professor Martin Gilens, in welcher empirisch festgehalten wurde, dass die USA von „Eliten“ beherrscht wird (Gilens, 2014). Um die ökonomisch-politische Macht der Elite besser zu verstehen kann man die Werke von Prof. Noam Chomsky, Prof. Colin Crouch u.ä. lesen. Dies führt uns schon zum nächsten Punkt:
  • die Machtform des Korporatismus zu bändigen: Die transnationalen Banken und Großkonzerne sind mit der politischen Elite so stark Verknüpft (Lobby, Drehtüreffekt…), oder anders formuliert, untergraben die demokratischen Mechanismen, zu ihren eigenen Vorteil, dermaßen, dass rund 700 „Key Players“ die potentielle Kontrolle von ca. 80% der transnationalen Konzerne haben. – so die statistische Analyse von James B. Glattfelder (Universität Zürich, 2011). Diese „potentielle Macht“ läuft zwangsläufig auf ein autoritäres Entscheidungsverfahren hinaus, wie es in unzähligen Büchern von Prof. Noam Chomsky hervorragend dargestellt wird.
  • die Korruption systemisch zu minimieren: Aufgrund von dem „Revolving Door“ (Drehtür)-Effekt und aufgrund der Lobby-Arbeit, wird die Machtspiralle der Korruption, legitimiert und in die Kernpfeiler der Politik und Wirtschaft gestampft.
  • die Transparenz in den Entscheidungsfindungsprozessen zu gewährleisten: Anstatt von vielen gläsernen Bürgern (aufgrund von Facebook, PRISM…), müssen alle politischen und wirtschaftlichen Organe, welche eine gesellschaftliche Funktion ausüben, komplett transparent sein, im Sinne von: alle Entscheidungen, Diskussion, Konsensfindungen, Sponsorengelder, (Partei-) Spenden und noch einiges mehr, müssen klar und deutlich dokumentiert werden und der Öffentlichkeit nicht vorenthalten werden. Die Entscheidungsfindungen und Diskussionen, sollten sofort per Live-Stream gezeigt werden.
  • Ressourcen-schonender zu wirtschaften: Die Erdöl-abhängige Wirtschaft, muss transformiert werden, damit ein vorprogrammierter Konflikt, aufgrund von Ressourcen-Knappheit nicht entsteht. Bei gleichen Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum, und bei gleicher Stagnation in der Erdölschöpfung, kommt der Krieg automatisch ans Tageslicht. Der Schweizer Friedensforscher Dr. Daniele Ganser hat sein Friedenforschungsinstitut auf die Energiepolitik spezialisiert und erwähnt in diesem Zusammenhang die Problematik des sogenannten „Peak Oil“ (Ganser, 2012).
  • die Drogenpolitik zu verändern: Die Anzahl der Todesopfer an den Konsumfolgen von Marihuana (Hanfblüten) ist bis auf einige nicht nachweisbare Einzelfälle (Hartung) absolut gering, gegenüber den Todesopfer an den Konsumfolgen von Alkohol und Zigaretten, welche legal am Markt erhältlich sind. Rund 3,3 Mio. Menschen sterben jährlich an den Folgen von übermäßigem Alkoholkonsum (WHO 2014) und von 1 Mrd. Raucher, werden höchstwahrscheinlich zweit Drittel von ihnen, an den Folgeerscheinungen (am häufigsten Krebs) sterben – so ein Forschungsbericht der American Cancer Society. Speziell Marihuana sollte somit legalisiert und Alkohol und Zigaretten, genauso wie härtere Drogen, nur unter ärztlicher Aufsicht und der entsprechenden empfohlenen ärztlichen Dosierung, verabreicht werden. Dies würde den illegalen Drogenhandel beseitigen, die Mafia-Drehscheiben (Kolumbien, Kosovo, „goldener Halbmond“ und goldenes Dreieck“) endgültig befrieden und würde die Kriminalitätsrate drastisch senken. Eine mögliche Lösung: Die Substitutionstherapie, statt Gefängnis. Denn eine Sucht ist kein Verbrechen, sondern eine Krankheit. Der wohl bekannteste Vertreter der „Legalisierung“, ist der mehrmalige US-Präsidentschaftskandidat Ron Paul.
  • das Wasser als Menschenrecht anzuerkennen: Die Privatisierung von Wasser (am deutlichsten am Beispiel Nestle zu sehen) ist ein Verbrechen, gegen die Menschheit. Nestle steht auf Platz 71 der Rangliste der 500 Größten Unternehmen weltweit und hat einen Jahresumsatz von 36,75 Mrd. €. Um es klar und einfach auf dem Punkt zu bringen: „Nestlé ist ein Raubtier auf der Suche nach dem letzten sauberen Wasser dieser Erde“, so Maude Barlow, 2008/2009 Chefberaterin der UN für Wasserfragen und Trägerin des Alternativen Nobelpreises, in dem Dokumentarfilm „Bottled Life„. Als erstes EU-Land gab Slowenien 2016 dem Recht auf Trinkwasser einen Verfassungsrang (N-Tv).
  • den Inhalt der Medienlandschaft öffentlich zu bestimmen: Die kommerzialisierten Medien, sollten transformiert werden, damit nicht die eigene Bevölkerung manipuliert wird, während die Konsumgüter-Industrie profitiert (Werbung). Objektivität als realitätsgerechte Wahrnehmung und inhaltliche Zieldefinition der Medien, muss die Bevölkerung auf die gesellschaftliche Fahrtrichtung, auf die kommenden Aufgaben und auf die wirtschaftlichen und politischen Probleme aufklären (und nicht ablenken – Medienhysterie; oder spezielle Interesse bedienen durch Manipulation und Propaganda). Ein Austritt aus der Ideologie-Produktion (Kulturmatrix) wird gefordert: „Das Postulat der Ausgewogenheit produziert und verdeckt zugleich einen historischen Widerspruch: in der vielfältigen Meinungsäußerung können die in sich und gelegentlich untereinander koalierenden Schichten und Klassen, die an der gesellschaftlichen Herrschaft und daher auch an der publizistischen Macht nicht originär teilhaben, ihre Chance zur öffentlichen Äußerung zwar realisieren; der pluralistische Zusammenhang, in dem das geschieht, entkleidet diese Äußerung aber zugleich ihres macht- und herrschaftskritischen Wahrheitsanspruch, reduziert sie auf eine Interessenäußerung unter vielen und produziert den falschen Schein eines Meinungsstreits gleichrangiger, gleichmächtiger Interessensgruppen.“ – so die Kritik des Historiker und Publizist Robert Ruoff (2013). Oder anders ausgedrückt: Indem Ausgewogenheit den Wahrheitsanspruch pluralistisch entschärft, entzieht sie Objektivität-orientierter publizistischer Arbeit ihr kritisches Potential. Weil es hierbei um „Wahrheit“ geht, muss man noch folgendes erwähnen: die Verquickung des ideologischen Dogmas mit der institutionellen Hierarchie – dient zur Machterhaltung. Oder mit den Worten des französischen Philosophen Michel Foucaults: Macht und Wissen bedienen sich wechselseitig; die Machtmechanismen produzieren Wissen, das dann wiederum dazu verwendet wird, die Wirksamkeit der Machtmechanismen zu intensivieren (Knipp). Diesbezüglich werden die Filme, TV-Serien und die Zeitungsbeiträge aus einer psychoanalytischen Sichtweise, kritisch betrachtet, wie es seit Jahren der slowenische Philosoph Slavoj Zizek macht. Der demokratisch wichtige Prozess der Meinungsbildung, und der Kampf um die „öffentliche Meinung“, werden mit der Methodik der „kritischen Theorie“ (von Max Horkheimer und Theodor Adorno), genauestens analysiert.
  • Kulturkritik: Ein kleiner Aspekt unter vielen ist die Sexualisierung und der damit verbundene Sexismus: die reizüberflutenden Werbungen, Plakate, Radiosendungen, TV-Serien und Hollywood-Filme, fügen den Menschen einen psychologischen Schaden zu, da sie a) den menschlichen Körper als Lustobjekt „entmenschlicht“ (Materialismus), da der Mensch weit mehr ist, als nur sein äußeres Erscheinungsbild; b) die Triebinstinkte im Menschen nicht nur kurzfristig wecken, sondern den Menschen in einen „Dauer-Erregungszustand“ versetzt (Desensibilisierung).
    o Kampf gegen Prostitution (also auch gegen Pornographie)
    o Die Nahrungsmittelbranche, welche GMO (Genetisch manipulierte Organismen) produziert, sollte wie es bei den Zigarettenpackungen der Fall ist, genau die Nebenwirkungen dieser chemischen und künstlichen Substanzen ausweisen. Darüber hinaus sind Fast-Food Ketten wie „Burger-King“ und „MacDonald“ sehr scharf zu kritisieren, aufgrund des ungesunden Nahrung, die sie verkaufen, als auch für die Umweltschäden, die sie anrichten (Verpackungen…).
  • Klimakrise: Viele Forscher und Experten reden seit längerer Zeit von der globalen Erderwärmung bzw. Klimakrise. Dies gilt es gründlich zu analysieren und darüber hinaus wird das Institut auf eine rechtliche Basis (wie z.B. das Kyoto-Protokoll), die großen Industrieländer, auffordern, weniger Schadstoffe freizusetzten.
  • Militärisch-industrieller Komplex: ein essentieller Teil eines jeden Friedenforschungsinstituts ist das Thema Rüstungsindustrie. Hierbei müssen die Grundlagendaten analysiert werden und folglich sollte die weltweite Abrüstung, mit alternativen Lösungsmethoden herbeigeführt werden.

Literatur und Quellen:
Professor Franz Hörmann im Interview mit Ken Jebsen am 18.6.2014, Quelle: www.kenfm.de.
Michael Köhler – Hummes Dilemma – oder: Das Geld und die Verfassung, Duncker & Humblot, 2015.
Christoph Mensching – Monetative Tagung: Wie rechtmäßig ist unser Geldsystem? Nov. 2013.
David Gräber – Schulden: Die ersten 5.000 Jahre, Klett-Cotta, 2012.
C. Wright Mills – The Power Elite, Oxford University Press, 2000.
Martin Gilens, Benjamin I. Pages – Testing Theories of American Politics: Elites, Interest Groups, and Avarage Citizens, Perspectives on Politics, Vol.12, Issue 3, 2014.
James B. Glattfelder, Stefanie Vitali, Stefano Battiston – The Network of global corporate control, ETH Zürich, 2011.
Noam Chomsky – How the World Works, Penguin, 2012.
Daniele Ganser – Peak Oil and the Arab Awakening, DWS, March 2012.
American Caner Society: http://www.sciencedaily.com/releases/2015/03/150319080356.htm.
Maude Barlow – Bottled Life, WDR, 2014: https://www.youtube.com/watch?v=zgMLqF8frJw.
Robert Ruoff – Erfahrungen mit dem Thema: Objektivität – ein Problemaufriss, Fischer Verlag, S.14.
Jens Knipp – Eine kurze Einführung in Michel Foucaults Machtanalytik, http://ubudada.de.
Thomas Hobbes- Leviathan, Reclam, 1986.
Johan Galtung – Strukturelle Gewalt. Reinbek 1973;
Vgl. Johan Galtung – Cultural Violence. In: Journal of Peace Research, vol. 27, no. 3/1990, S. 291 ff.
Vergl. Michel Foucault – Analytik der Macht. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2005.
Michel Foucault – Dispositive der Macht. Über Sexualität, Wissen und Wahrheit. Merve, Berlin, 1978.
Friedrich Nietzsche – Genealogie der Moral, dtv Verlag, 2014.
Michel Foucault – Der Wille zum Wissen, Suhrkamp, 1986.
John Holloway – Break Capitalism, übers. a. d. bulg. Anares, Sofia, 2013.
Rechtsmediziner Benno Hartung vermutete die Todesursache, zweier Männer sei der Marihuana Konsum, Beitrag von Sven Stockrahm, Zeit, 25.02.2014.
World Health Organisation – http://www.who.int/substance_abuse/publications/global_alcohol_report/en/.
N-Tv – Slowenien schreibt Recht auf Wasser in Verfassung, n-tv.de, 17.11.2016.

 

 

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